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Mittwoch, 6. Dezember 2017

#53 Hello December

vorweg einmal: Ich hab tatsächlich schon das nächste Video geschnitten. Check it out.


soo und nun kommen wir mal zu meiner nicht ganz so spektakulären Woche. Am Freitag war ich nicht ganz so gut gelaunt, obwohl es ja nun endlich Dezember ist und sich das Jahr 2017 dem Ende zu neigt. In ein paar Tagen kann ich also schon sagen "dieses Jahr fliege ich nach Hause - YEAH!" Soweit so gut, der Tag wurde auf jeden Fall nicht besser bis ich vom Einkaufen nach Hause kam und ein riesiges Paket aus Deutschland in meinem Zimmer stand. Meine beiden Liebsten, Angi und Jessica, haben mir nämlich einen selbstgebastelten Adventskalender nach Amerika geschickt. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet und konnte mich gar nicht wieder einkriegen. Ich hab einfach die Besten Freunde, die man sich wünschen kann! :-))) Ein dicken Kuss an euch beiden an dieser Stelle! :-*** Am Abend hatten wir ein Cluster Meeting in DC, wo wir uns das Holiday Konzert der US Army Band angesehen habe. Ich bin mit super langweiligen Erwartungen dort rein gegangen. Allerdings wurde ich positiv Überrascht, denn es war wirklich schön gemacht. Da hat man gern zugehört.
 

Am Samstag habe ich den ganzen Tag mit meiner Gastfamilie verbracht. Sie hatten für den Tag geplant zu "ICE" zu gehen. Das war eine Ausstellung von dem 60er Jahre Rudolph Film komplett aus Eisblöcken gemacht. Am Anfang hat man euine blaue Jacke bekommen, die einen vor der Kälte Schützen soll. - Von wegen, es war sooooo kalt da drin! -13 Grad. Trotzdem war es ganz cool zu sehen, was man so alles aus Eisblöcken machen kann. Anschließend sind wir dann noch Lunch essen gegangen in einem Burger Restaurant und haben den Rest des Tages zu hause verbracht. Es war echt schön mal den ganzen Tag von morgens bis abends mit der Gastfamilie zu verbringen. (Dachte ich zu diesem Zeitpunkt noch ..aber dazu später mehr).

Sonntags haben die Mädels und ich dann beschlossen endlich mal wieder nach DC zu fahren. Auch wenn es super nah dran ist fährt man da viel zu selten hin, meiner Meinung nach. Aber man ist auch einfach viel zu sehr immer mit anderen Sachen beschäftigt und macht Trips blabla. Und in der Woche ist die Zeit leider viel zu knapp, da man schon alleine insgesamt 2,5 Stunden unterwegs ist um nach DC hin und wieder zurück nach hause zu kommen. Allerdings war es ein super sonniger Tag, sodass es sich auch wirklich gelohnt hat dort rumzulaufen und sich - mal wieder - alles anzusehen. DC ist einfach zu schön.

Am Montag war mein Gastjunge dann super quengelig, weil er im Moment zahnt. Ich sollte ihn dann  aber trotzdem zur Schule bringen. Gesagt - Getan. Nach sage und schreibe 2 Stunden konnte ich ihn wieder abholen, weil er wohl Fieber bekommen hatte. Er hat dann zu Hause noch ein Nap gemacht und es war alles so weit so gut, bis der Vater nach Hause kam. Und da ging das Geschrei dann los und man hat meinen Gastjungen nicht mehr ruhig bekommen. Anfassen durfte ich ihn auch erst recht nicht. Also saß ich den Rest des Tages hilflos rum, bis ich mein Gastmädchen vom Busstop abholen konnte. Mein Gastpapa hat dann kurzerhand entschieden mit meinem Gastjungen zum Doktor zu fahren und mein Gastmädchen, meine Gastmutter und ich sind zur Kids Christmas Party der Arbeit meiner Gastmutter gegangen. Sowas verrücktes habe ich noch nie gesehen. Überall standen Spielsachen und Kuscheltiere rum, die die Kinder mit nach Hause nehmen konnte (sie bekommen ja an Weihnachten nicht schon genug Geschenke). Auch mein Gastvater und mein Gastjunge sind später nach gekommen, da der Doktor wohl meinte, meinem Gastjungen fehlt nichts. Komisch jedoch, dass der auf der Party komplett weiter geweint hat und schlecht drauf und quengelig war. Das war auf jeden Fall kein Spaß. Ich war einfach nur froh, als wir nach Hause sind und ich in mein Zimmer konnte, weil der Tag einfach nur anstrengend war und mein Gastjunge mich wahnsinnig gemacht hat. Den ganzen Tag mit der Gastfamilie zu verbringen ist eben nicht immer so schön.

Wie es das Schicksal so wollte, ging es meinem Gastjungen am Dienstag wieder besser. Schade jedoch, dass er, wenn er krank war 24 Stunden gesund sein muss, bevor er wieder in die Schule kann. Also ist er am Dienstag noch zu Hause geblieben. Was spannendes gemacht haben wir dann allerdings nicht, da er sich noch viel ausgeruht und geschlafen hat. Gott sei Dank hat er nicht mehr die ganze Zeit geweint. Da es nur erlaubt ist 10 Stunden am Tag zu arbeiten und ich um 6 Uhr morgens anfange dachte ich, dass ich relativ früh off bin. Falsch gedacht .. meine Gasteltern sind leider im Verkehr stecken geblieben, sodass aus einem eigentlich 6 Stunden Tag ein 13 Stunden Tag wurde. Ich war dann abends so kaputt, dass ich nur noch mit Alicia und Marie einen Froyo essen gegangen bin und abends die Stiefel meiner Gastfamilie mit Süßigkeiten gefüllt habe. Da es eine deutsche Tradition ist kannten meine Kinder das gar nicht, also habe ich ihnen erzählt, dass der Nikolaus mich bestimmt dieses Jahr hier besuchen kommt, wenn ich nicht zu Hause bin und das er mit Sicherheit den Kids auch was mitbringt. Sie waren total aufgeregt und haben ne ganze Zeit lang ihre Schuhe geputzt, damit sie auch auf jeden Fall Süßigkeiten bekommen. Die harte Arbeit wurde natürlich belohnt und mit leuchtenden Augen standen die Kids am nächsten Morgen vor ihren  mit Süßigkeiten gefüllten Schuhen. Da weiß man wieder wofür man das alles überhaupt macht nach so einem anstrengenden Tag. Mein Gastjunge ist dann noch einen Tag zu Hause geblieben, sodass ich noch ein paar Überstunden mache - zu meinem Glück gibt das alles Extrageld, was ich jetzt nachdem ich den nächsten Urlaub gebucht habe mehr als gebrauchen kann. Am Wochenende gehts jetzt aber erstmal nach New York. Das darf natürlich in der Weihnachtszeit nicht fehlen. Dazu im nächsten Beitrag aber mehr.

Donnerstag, 30. November 2017

#52 Boston-Vlog

.. nach viel zu langer Zeit habe ich es endlich mal geschafft meinen Boston-Vlog zu schneiden:



ich hoffe bis zum nächsten lasse ich mir nicht ganz so viel Zeit. Immerhin ist Boston auch schon wieder fast 2 Monate her .. Upsi. 

Mittwoch, 29. November 2017

#51 Thanksgiving

Diese Woche war wohl die mit chaotischste Woche, die ich hier bislang hatte. Am Donnerstag war Thanksgiving, auf den ich schon lange hingefiebert hatte. Natürlich darf da der Truthahn nicht fehlen. Und wie es das Klischee so will, etwas angebrannt ist uns auch. Meine Gasteltern haben dieses Jahr das erste mal Thanksgiving zu hause gefeiert und meine Gastgroßeltern und der Bruder (und seine Frau) meiner Gastmutter waren zu Gast. Ich kann leider nur bestätigen, an diesem Tag wird NUR gegessen. den ganzen Tag über gab es kleine Snacks und gegen Nachmittag wurde dann richtig aufgetischt. Was ich bis dato noch nicht wusste: Truthahn macht müde. Also machen die meisten Amerikaner nach dem essen erstmal ein Nap um dann aufzustehen und noch einmal vor dem Schlafengehen zu essen - verrückt.

Nach dem Thanksgiving Dinner hatten meine Freundinnen und ich beschlossen schon nacht shoppen zu gehen, denn der Black Friday beginnt in den meisten Geschäften schon um 5 Uhr abends .. und haben dann die ganze Nacht geöffnet. Die Geschäfte die nicht die ganze Nacht geöffnet haben öffnen allerdings auch schon um 5 oder 6 Uhr morgens. Der Black Friday war nicht soooo überfüllt, wie ich erwartet hatte aber es war schon ziemlich überlaufen - man konnte schließlich auch sehr gute Deals machen.Da wir allerdings schon am Donnerstagabend shoppen gewesen sind habe ich am Freitag natürlich ausgeschlafen.

Thanksgiving ist übrigens die perfekte Einläutung zur Weihnachtszeit. Da man meistens mit der ganzen Familie isst, hat man richtig das Gefühl man isst gerade das Dinner zu Weihnachten. Außerdem fangen die meisten Amerikaner an an dem Wochenende nach Thanksgiving das Haus zu dekorieren - so auch wir. Am Freitag haben wir unseren Weihnachtsbaum gefällt und am gleichen Tag auch noch den Baum und das Haus geschmückt. Die passende Weihnachtsmusik und ein Weihnachtsfilm am Abend durften dabei natürlich nicht fehlen. Auch in jedem Laden wird inzwischen ausschließlich Weihnachtsmusik gespielt und die Malls und Straßen sind alle weihnachtlich geschmückt. Ich bin zum erste Mal schon jetzt richtig in Weihnachtsstimmung.

Das Wochenende schien diese Woche - zum Glück - nicht umgehen zu wollen. AM Samstag morgen hatten wir das erste Mal besuch von unserer Elfe Sprinkels. Und Sprinkels hat dieses Jahr ihren Freund Scout mitgebracht. So haben beide Kids nun ihren Eigenen Elfen. Die Geschichte besagt, dass der Weihnachtsmann seine Elfen zu den Kindern schickt um sie den Tag über zu beobachten. Über die Nacht fliegen die Elfen zurück zum Nordpol um dem Weihnachtsmann zu berichten ob die Kinder einen guten oder schlechten Tag hatten. Am morgen sind sie dann wieder zurück im Haus, an einem neuen Platz und bewegen sich den ganzen Tag über nicht. Die Elfen dürfen außerdem nicht berührt werden, denn sonst verlieren sie ihre Magie und können nicht mehr zurück zum Weihnachtsmann fliegen um ihm zu berichten ob die Kinder lieb oder böse waren. Eigentlich eine ganz süße Idee, ich bin mal gespannt, was für Plätze sich meine Gasteltern die nächsten Tage so einfallen lassen. 

Ich bin dann noch mit Alicia in die Mall gefahren um ein paar Weihnachtsbesorgungen zu machen. Außerdem habe ich jetzt endlich einen neuen Koffer, da meiner mir ja leider auf der Hinfahrt kaputt gegangen ist. Sonntags war ich dann noch mit Josephine am National Harbor um den Sonnenuntergang und die Weihnachtsdekoration anzusehen. Wir haben zwar gefroren, aber es hat sich gelohnt.

Natürlich hatte ich alles andere als Lust auf Montag nach so einem langem Wochenende. Und hab nach der Arbeit auch nur noch ein wenig Online geshoppt, es war schließlich Cyber Monday und am Black Friday hab ich ja auch noch nicht genug Geld ausgegeben. Die restlichen Tage waren auch eher ruhig, jetzt muss erstmal wieder gespart werden. 


Mittwoch, 22. November 2017

#50 Wilmington

Diese Woche stand endlich der langersehnte Trip an, auf den ich sooo lange gewartet habe. Aber spulen wir das ganze doch mal ein bisschen zurück in den Frühling 2015. Denn alles fing an, als mich Ilka dazu überredet hat die Serie One Tree Hill anzufangen. Gesagt - getan. Ich habe die Serie mehr als durchgesuchtet und somit waren alle 9 Staffeln im nu geschaut. Gedreht wurde die Serie in North Carolina, genauer gesagt in Wilmington. Für mich war direkt klar, als es hieß es geht für mich nach Amerika, da muss ich hin. Zu meinem Glück, habe ich hier zwei wunderbare Freunde gefunden, die die Serie genauso lieben wie ich. Für uns stand also fest: Wir fahren nach W I L M I N G T O N! Los ging die 6 stündige Autofahrt dann am Samstag morgen um 4 Uhr - der frühe Vogel fängt bekanntlich den Wurm. Mit einigen Tank- und einem Frühstücksstop sind wir dann gegen halb 12 in Wilmington angekommen und haben uns direkt auf die Suche nach den ganzen Drehorten gemacht und sind glücklicher weise auch fündig geworden. Auf dem Plan standen (auch wenn das den Meisten hier jetzt wohl nichts sagen wird) die bekannte Brücke aus dem Intro, die Naley Bank, die Häuser der Charaktäre, die Highschool und noch einige mehr.
Abgesehen davon ist Wilmington eine wunderschöne Stadt direkt am Meer. Grund genug sich am Abend noch auf dem Weg zum Strand zu machen um sich den Sonnenuntergang anzusehen. Bei 22 Grad ende November war das wohl die beste Entscheidung, die wir hätten treffen können. Ich habe noch nie einen so schönen Sandstrand gesehen. Auch der Sonnenuntergang hat uns nicht enttäuscht. Die Schönheit konnte man auf Bildern kaum festhalten.
Die Nacht haben wir in einem typischen amerikanischen Motel verbracht, war nicht das Beste aber für eine Nacht hat es vollkommen gereicht - und außerdem gab es morgens ein kleines Frühstück, also wollen wir hier mal nicht meckern. Sonntag sind wir dann früh aufgestanden um noch den Rest der "Sehenswürdigkeiten" abzuklappern und nicht all zu spät nach Hause zu fahren - immerhin standen wieder 6 Stunden Autofahrt vor uns. Der Trip war bislang einer der Besten die ich hier gemacht habe - immerhin bin ich jetzt stolze Besitzerin eines Clothes over Bros Pullover. Viel zu schnell ging die Woche dann auch schon wieder am Montagmorgen mit einem heulenden Gastkind los. Au Pair Leben da bin ich wieder, es ist eben doch nicht immer alles Friede Freude Eierkuchen.






Donnerstag, 16. November 2017

#49 .. was mir an Amerika aufgefallen ist.

.. inzwischen lebe ich ja schon einige Zeit in Amerika. Das amerikanische Leben zieht natürlich nicht nur an mir vorbei, weshalb ich hier mal einige Sachen zusammengefasst habe, die mir während meiner Zeit hier aufgefallen sind. Viele dieser Sachen scheinen mir inzwischen schon total normal, an andere allerdings werde ich mich wohl nie gewöhnen. Für Doppelungen gibt es heute mal keine Entschuldigung :-)


1. drei spurige Straßen sind hier mehr als normal.
2. die Highways haben dann dementsprechend auch bis zu 7 Spuren
3. Amerikaner verschwenden Plastik ohne Ende, wo man in Deutschland bis zu 50 cent für eine Plastiktüte bezahlt, packen die Amerikaner höchstens 4 Sachen in eine Tüte und nehmen eine neue
4. An Kassen wird dir dein Einkauf eingepackt
5. Es gibt super viele Ampeln und wenns keine Ampeln gibt, gibt es Stopschilder
6. Bei Rot darf man meistens rechts abbiegen.
7. Es gibt kaum Gehwege
8. Amerikaner sind faul und fahren überall mit dem Auto hin. Gleich in der ersten Woche war ich mit meiner Gastmama bei der Bank. Auf dem selben Parkplatz war auch der Supermarkt - natürlich sind wir mit dem Auto von der Bank näher an den Supermarkt gefahren.
9. Sprit ist hier unglaublich günstig.
10. Zum essen ausgehen heißt auch wirklich nur zum Essen rausgehen. Besttelen - essen - bezahlen - gehen. Hier sitzt niemand stunden im Restaurant
11. Virginia Autofahrer sind sturr
12. Kinder machen im Sommer Lemonadenstände
13. Man hat nicht nur eine Putzfrau die kommt, es kommt ein ganzes Putzteam
14. Die Briefkästen sind an der Straße und nicht am Haus - der Postmann braucht also nur anhalten und nicht aussteigen - wo wir wieder bei faul wären
15. Nudeln mit Käse "Mac 'n Cheese" ist der Renner bei Kindern.
16. Chips werden hier zum Dinner neben Pizza gegessen, von wegen Snack beim Fernsehen
17. Von Papptellern essen ist hier normal. Warum auch richtiges Geschirr benutzen, das müsste man ja abwaschen.
18. Im Radio läuft ein und der selbe Song gefühlt 10 mal am Tag.
19. Mülltrennung gibt es nur im Sinne von großes Plastik in die eine Tonne und der Rest in die andere
20. Essen ist hier unbezahlbar
21. wenn man sich verfahren hat, kann man an der nächsten Kreuzung sogenannte U-Turns machen.
22. Verfahren passiert auch ziemlich oft, da die Ausfahrten, Abfahrten, etc. ziemlich verwirrend sein können.
23. Amerikaner essen Peanutbutter auf und mit allem - Obst, Brot, Kekse
24. Üblich ist auch, dass man auf einer 6-spurigen Straße einen Spurwechsel von der ganzen linken zur ganz rechten Spur macht ohne zu blinken.
25. Banken, McDonalds, Starbucks, Apotheke - für alles gibt es einen "Drive-through"
26. Hier heißt es nicht Drive-In sondern Drive-Through
27. Tanken kann man direkt von der Säule mit Karte, man muss nicht extra in ein Gebäude laufen
28. Die Tanksäulen haben kleine Fernseher wo während des Tankens Nachrichten oder Werbung läuft.
29. Man hat fast jede "Karte" an seinem Schlüsselbund. Gym-Mitgleidskarte, Supermarktkarte, Büchereikarte - alles direkt griffbereit.
30. Es gibt Straßen, die man nur mit 2, 3 oder mehr Personen befahren darf.
31. Es ist nicht ungewöhnlich Fußgängern und Radfahrer auf dem Highway zu begegnen.
32. Auf dem Highway sieht man immer ein Auto am Straßenrand, einen Unfall oder die Polizei.
33. Der Postbote legt die Pakete einfach vor die Tür und geht weg.
34. Wasser ist überall umsonst
35. Und Getränke bekommt man überall umsonst nachgefüllt.
36. In Restaurants stellen sich die Kellner immer mit Namen vor.
37. Es gibt kaum Straßenlaternen was das Fahren am Abend nicht gerade angenehm macht.
38. Wenns dazu auch noch regnet kann man nichtmal mehr die Straßenbemalung sehen.
39. Taxes werden hier nicht mit angegeben, die kommen erst beim Bezahlen auf den Preis drauf. Ganz schön nervig.
40. Wenn Schulbusse stoppen müssen beide Fahrseiten ebenfalls anhalten.
41. Wenn ein Amerikaner an dir vorbei läuft, selbst wenn du nicht im Weg stehst sagt er "Excuse me"
42. Jeder Amerikaner begrüßt dich mit "Hey, How are you" - und du antwortest stumpf mit Fine oder Good. Interessiert sowieso keinen.
43. Fast alle Autos sind Automatikwagen
44. Alle Geschäfte haben Sonntags geöffnet
45. Alles ist größer - ich habe mir letzte Woche erst eine 1 Liter Shampooflasche gekauft. Aber auch die Milchkanister und andere Verpackungen haben überwiegend mehr Inhalt.
46. Kleidung und Schlafanzüge werden nicht länger als einen Tag/eine Nacht getragen. Danach wird es direkt gewaschen.
47. Amerikanische Häuser sind seeeehr hellhörig, das macht das Ausschlafen am Wochenende unmöglich, da sich die Kids anhören wie Elefanten.
48. Außerdem liegen in amerikanischen Häusern überall in jedem Raum hässliche Teppiche - und die Möbel sind alle dunkelbraun gehalten.
49. Ich habe hier in 4 Monaten bestimmt schon 6534590245 Eichhörnchen gesehen. Und auch viele Rehe und Füchse tummeln sich am Straßenrand.
50. Neben typischen amerikanischen Pancakes essen die Amerikaner auch Kartoffeln, meistens als sogenannte "Hashbrowns" was einem Kartoffelpfannkuchen ähnelt zum Frühstück.



#48 Pittsburgh

Die letzte Woche war eher etwas ruhiger. Am Freitag hatte ich "frei", bin aber mit meinen Gasteltern zu einer Veranstaltung in der Schule meines Gastmädchens gegangen. Freitags abends haben wir uns dann mit dem Auto auf den Weg in Richtung Pittsburgh gemacht, da dort die Eltern meiner Gastmutter wohnen und wir die für das Wochenende besucht haben. Wie Familienbesuche so sind war das eher nicht so spannend und das ganze Wochenende bestand nur aus essen essen und noch mehr essen. Trotzdem ist Pittsburgh eine schöne Stadt, auch wenn ich da ohne meine Gasteltern wahrscheinlich nie selbst hingefahren wäre. Sonntags sind wir dann auch schon wieder früh zurück gefahren. Ich habe dann Abends nur noch ein paar Drogerieeinkäufe gemacht. Shampoo, Duschgel, etc. ist wirklich teuer allerdings kommt es auch in viel größeren Verpackungen. Ich bin also jetzt stolze Besitzerin einer 1 Liter Flasche Shampoo - die soll ja wohl für den Rest des Jahres reichen.

Meine Gasteltern hatten diese Woche ein 4-Day-Weekend, sodass sie am Montag auch noch zuhause waren. Also hatte ich auch am Montag noch "frei", habe allerdings den ganzen Tag mit meiner Gastmutter verbracht. In der Früh waren wir ein Abendkleid kaufen für irgendein Event auf das sie muss, lecker Cupcake essen bei Georgetown Cupcakes und danach noch einkaufen. Abends haben wir mit der ganzen Familie ein Fotoshooting für die Weihnachtskarten gemacht. Es war wirklich schön mal so viel Zeit mit meiner Gastmutter zu verbringen und ich glaube das hat uns auch eine noch bessere Beziehung gegeben.

Dienstag hatte ich nach langer Zeit mal wieder ein Clustermeeting. Das Thema war Line Dance und es hat einfach unendlich viel spaß gemacht. Wir haben an dem Abend zwei Tänze gelernt und auch wenn ich am Anfang nicht ganz so gut mitkam lief es am Ende. Nichts desto trotz hab ich die beiden Tänze schon jetzt wieder vergessen. Da ich als eine der ersten zwanzig beim Meeting war hab ich einen Cowboyhut geschenkt bekommen :-)


Mittwoch war ich dann vormittags nur noch m it Alicia unterwegs und abends natürlich Froyo essen. So langsam müssen wir uns aber was neues überlegen, weil es inzwischen zu kalt für Froyo geworden ist. 



Donnerstag, 9. November 2017

#4. Monatsupdate

..und schon wieder ist ein Monat um, weshalb es diese Woche auch kein Wochenupdate gibt. Davon abgesehen war die Woche sowieso nicht so spannend.

To Do
Ich brauche dringend mal einen zweiten Koffer, da mein großer ja auf dem Weg von New York nach DC kaputt gegangen ist. Vielleicht ist Black Friday meine Chance. Sonst muss ich immer noch einen zweiten Collegekurs belegen, aber das werde ich denke ich erst im Frühling machen. Außerdem muss ich jetzt Anfangen ein paar Weihnachtsgeschenke zu besorgen und ich hab wirklich überhaupt keine Ahnung was ich verschenken könnte.

Gastfamilie
Letzten Monat habe ich mir vorgenommen mehr mit meiner Gastfamilie zu machen und das hab ich auch umgesetzt. Ich hab Sie an einigen Wochenendtagen begleitet und da ja auch Halloween war hat man natürlich noch mehr Zeit miteinander verbracht. Das Verhältnis ist immer noch sehr gut. Allerdings besser zu meiner Gastmutter als zu meinem Gastvater.

Gefühlslage
Am Anfang diesen Monats hatte ich überhaupt kein Heimweh. Was mich natürlich denken lies die Heimwehphase ist endlich vorbei. - Falsch gedacht. Am Ende dieses Monats ist es wieder schlimmer geworden. Ich bin wohl eines der Au Pairs die ganz Jahres Heimweh haben. Aber einerseits ja auch schön, dass man sein zu Hause vermisst und man sich dort wohl fühlt. Bis auf das Heimweh geht es mir hier auch wirklich sehr gut und ich kann mich nicht beschweren. In der letzten Woche war ich allerdings krank, bzw. bin es noch. Ich hoffe das geht von alleine schnell wieder weg, ich wollte hier eigentlich dieses Jahr nicht zum Arzt müssen.

Sprache
Dies ist der erste Monat in dem ich selbst eine kleine Verbesserung gemerkt habe. Ich versuche mehr auf die Grammatik zu achten, wenn ich sie denn dann mal ausnahmsweise kennen. Schwer finde ich es allerdings in Restaurants die Kellner zu verstehen. Die sprechen oft seeeehr undeutlich und da es in Restaurants ja auch immer etwas lauter ist, erschwert das das ganze natürlich.

Sparen
Beim Thema sparen bin ich diesen Monat sowas von Raus, das hat nämlich vorne und hinten nicht geklappt. In der ersten Woche war ich ja in Boston, da konnte ich das mit dem Sparen sowieso schon vergessen und auch so habe ich mir einige Wintersachen, unteranderem eine Winterjacke gekauft. Außerdem habe ich auch noch die nächsten Trips gebucht. Jetzt muss ich, wenn ich mein Ziel zum Reisemonat erreichen will, im nächsten Monat mal ein bisschen besser aufpassen. Allerdings habe ich nicht viel Hoffnung, dass das Klappen wird, da ja noch Weihnachtsgeschenke gekauft werden müssen und man hier ja auch was machen will. Ich hab das Gefühl, je länger ich hier bin, desto schwerer wird das mit dem Sparen.

Reisen
Am Anfang des letzten Monats war ich ein Wochenende in Boston um dort eine Freundin zu besuchen. Außerdem habe ich noch einen Tagestrip nach Philadelphia und einen nach Annapolis gemacht. Philadelphia ist bislang eine meiner Lieblingsstädte. Mal sehen, ob sich das noch ändern wird.

Ereignisse
Diesen Monat waren ein paar mehr kleinere Ereignisse, als ich dachte. Ich habe bei einem Event der Schule meines Gastmädchens das erste mal eine Schule von innen gesehen. Und auch das sieht genauso aus wie im Film mit den ganzen Spinden. Außerdem war ich diesen Monat das erste mal in der Capitol One Arena um mir ein Basketballspiel der Washington Wizards anzusehen. Das hat sich richtig gelohnt, es war wirklich spannend! Diesen Monat war auch noch mein Gastmädchen und ich selbst krank, das war eher ein nicht so schönes Ereignis und mein Gastjunge ist endlich trocken. Natürlich war Halloween noch eines der schönen größeren Ereignisse. Ich hatte mein richtiges amerikanisches Halloween, mit Kürbis schnitzen, verkleiden und Trick-or-Treat gehen. Abgeschlossen hat mein Monat mit einem "durchbruch" in meinen Ortskenntnissen, denn ziemlich am Ende des 4. Monats hat sich das Straßennetz in Springfield wie ein Puzzle in meinem Kopf zusammen gesetzt und ich kann mich inzwischen schon ziemlich gut ohne Navi zurecht finden und und ich hatte noch einem Besuch aus Deutschland vom lieben Marian, der aus beruflichen Gründen für eine Woche in DC war. Und fast hätte ich es vergessen aber diesen Monat war ich auch noch das erste mal auf einer amerikanischen College-Haus-Party. Das werde ich wohl nie vergessen, weil es einfach genau wie im Film war.

Kontakt nach Deutschland
Über den Kontakt nach Deutschland kann ich mich eigentlich kann ich mich über den Kontakt nach Deutschland nicht beschweren. Viel besser, als ich erwartet hätte. Hängt aber wahrscheinlich auch viel mit dem Heimweh zusammen.



Mittwoch, 1. November 2017

#47 Halloween

Am Donnerstag habe ich nach 3,5 Monaten mein erstes Paket aus Deutschland bekommen mit all den leckeren Sachen die ich hier vermisse! Damit kann das Wochenende jetzt aber mehr als kommen.

Freitag wollte ich eigentlich zu hause bleiben und meine Gastmutter mit vom Flughafen abholen aber die Pläne haben sich dann doch ganz schnell wieder geändert und ich bin mit einer Freundin auf eine College Halloween Hausparty gegangen. Und ich kann sagen, es war genau so wie im Film! Alle Leute standen auf der Treppe, im Flur und überall rum mit roten Bechern in der Hand verkleidet. Das ganze Haus hatte keine Möbel, da hat eine Live Band in der Küche gespielt für ein paar Stunden, Mädels, die nur im BH getanzt haben, BeerPong im Keller, es war wirklich alles dabei. Gegen 1 Uhr kam dann die Polizei und alle sind schnell ins Hausgegangen, haben die Türen geschlossen und waren ganz ruhig bis die Polizei weg war. Danach ging die Party dann wie gewohnt weiter. Es war wirklich ein lustiger Abend und Collegeparty kann ich jetzt auch von meiner To Do Liste streichen. Ich habe dann bei Fini geschlafen und am nächsten Tag sind wir nach Annapolis gefahren. Dort haben wir aber nicht viel gemacht, nur ein bisschen am Hafen gesessen, die Navy Akademie angesehen und waren noch ein bisschen shoppen.




Den Sonntag habe ich dann zuhause verbracht, weil es sowieso die ganze Zeit geregnet hat. Es war also der perfekte Tag für einen Serienmarathon.

Nachdem der Montag ganz normal verlaufen ist war auch schon Halloween: Ich bin zusammen mit meiner Gastfamilie Trick-or-Treating gegangen, Mein Mädchen war ein Dalmatiner und mein Gastjunge Spiderman. Natürlich haben meine Gasteltern es sich nicht nehmen lassen sich passend zu den Kindern zu verkleiden, deshalb ist meine Gastmutter als Katze und mein Gastvater als Batman gegangen. Ich selbst war Tinkerbell. Nach dem Süßen oder Sauren sind dann noch meine Freundinnen vorbei gekommen und wir haben den Rest des Abends mit Musik bei mir im Wohnzimmer verbracht. An sich war es wirklich cool mal das amerikanische Halloween kennen zu lernen. Allerdings werde ich wohl kein Fan davon werden.